Die Indianer sind Schuld! ;-)

Bei einer Reise durch Amerika, gibt es allerhand zu sehen und zu bestaunen. Zum Beispiel Touristen die mit ihrem Camper Van stecken bleiben.  So wie wir am Nachmittag des 24.03.2013  Was wir in Neuseeland nicht geschafft haben, das haben wir jetzt in USA geschafft. Und wer ist Schuld? Die Indianer! Und das klingt etwa so: Ralph: „Schau mal da links.“ Ich: „Wo? Oha, Indianer! Anhalten!“ Ralph fährt rechts ran um zu wenden und  um seiner Frau, also mir, den Gefallen zu tun. Er zögert einen Moment ehe  er mit dem Van ganz zum Stehen kommt. Ralph setzt zum Wenden an und… Das klingt dann so: Ralph: „Wir stecken fest! Wir s t e c k e n fest! Das ist nicht wahr! Wir stecken fest! Diese blöden Indianer!“ Ahhh, deshalb das Zögern, denke ich mir. Ich finde, das war schön längst überfällig und muss lachen. Wir steigen aus um nachzuschauen und stellen fest, dass es nicht gut aussieht. Ich klopfe meinem Mann auf die Schulter und sage: „Gut gemacht“ und erfreue mich des neuen Abenteuers. Ja, wir sind gelassener geworden. Wir finden es beide amüsant.

Keine Minute später hält auch schon der erste Autofahrer mit seinem Pickup. Er will helfen hat aber kein Abschleppseil und fährt zurück, um eines zu holen. Eine weitere Minute später hält der nächste Wagen. Der Wagen noch eine, eher zwei Nummern größer. Die zwei jungen Männer steigen aus und machen sich sofort an die Arbeit. Und schnell gewinne ich den Eindruck, als hätten die auf uns gewartet.  Abschleppseil, Werkzeug, Schaufel (!), alles dabei. Der eine fängt an zu schaufeln, der andere macht eine Bestandsaufnahme. Jeder Handgriff sitzt. Sie stimmen sich kaum ab, aber es funktioniert. Und schon hält das nächste Fahrzeug. Hier ist jetzt was los! Ein Mann steigt aus und läuft auf die andere Seite seines Wagens,  und holt eine Schaufel von der Ladefläche seines Pickups (eine Schaufel gehört hier in den USA wohl zur Standardausrüstung, ein sogenanntes „must have“). Auch er beginnt sofort mit dem Schaufeln. Es gibt wohl noch mehr dumme Touris außer uns, kommt mir so in den Sinn. Ralph, die Kinder und ich haben nichts zu tun sind eher überflüssig und schauen den anderen bei der Arbeit zu. Und während ich mich mit der Frau des dritten Fahrers unterhalte, zieht der zweite Autofahrer mit seinem 600 PS (!) Auto unseren Van mit einem Ruck rückwärts aus der Sandfalle heraus. Wow, das ging schnell! Ich bin ein wenig enttäuscht, dass dieses Abenteuer schon vorüber ist 🙁 Zwischenzeitlich ist auch der erste Autofahrer wieder angekommen. Auch er ist über die schnelle Hilfe sehr überrascht. Wir bedanken uns bei allen und verabschieden uns und Ralph drückt dem Helfer noch ein Scheinchen in die Hand. Alle Helfer fahren weg außer der Fahrer des dritten Wagens. Er bleibe lieber hier, nur um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist, bis wir wieder auf der Straße sind, sagt er. Das ist doch goldig, oder? 😉 Und ja, alles war in Ordnung und nein, es waren keine Indianer. Es war einfach nur ein Museum mit Touristeninformation, das vor dem Eingangsbereich eine Ruine stehen hat. An unserem Van ist alles heile und wir setzten unsere Reise Richtung Grand Canyon fort.

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